Abschlussbericht

Kurz nicht richtig aufgepasst,

kracht der Bus rück’s in den Mast

Tom

Dass die Anreise nicht ganz problemlos ablaufen wird, haben wir schon an unserem offiziellen Treffpunkt, dem Dresdener Hauptbahnhof, gemerkt. Neben der 45-minütigen Verspätung der Deutschen Bahn blieb uns vor allem der Busunfall in Seinäjoki in Erinnerung. Ebenso bei der Rückreise mussten wir eine Verspätung von einer halben Stunde in Kauf nehmen, die allerdings wieder bis Helsinki herausgefahren wurde. (Bitte mitschreiben, Deutsche Bahn!)Auch wenn das Buffet auf der Fähre uns alle mit seiner Vielfalt beeindrucken konnte, so sank die Stimmung während des stärkeren Wellengangs bei vielen langsam wieder in Richtung Keller/Technikraum.
Dennoch hat jeder von uns überwiegend positive Erinnerungen mitnehmen können. Am meisten hat uns gefallen, die Möglichkeit zu haben, neue Leute kennenzulernen, die ebenso kontaktfreudig waren wie wir. Trotz unterschiedlichen Muttersprachen und einer teils minderwertigen Englisch-Grammatik haben wir uns alle hervorragend verstanden. Auch der überraschende Schneefall und die anschließende Schneeballschlacht zur Mitternacht haben viel Freude bereitet. Ebenso finnisches Baseball, der Besuch einer finnischen Sauna mit waschechten Finnen sowie das anschließende Abtauchen im eiskalten See waren eine Erfahrung wert. Die Krönung waren jedoch für alle die Polarlichter, die einen magischen, bleibenden Eindruck hinterlassen haben. 
Lob kam auch von unseren Leiterinnen Mandy und Lisa, dass wir eine „coole Gruppe“ waren und man mit uns viel Spaß haben kann!
In unserem Austausch mit den Finnen und Schweden haben wir festgestellt, dass ländlicher Raum abhängig vom Land unterschiedlich definiert wird. Während wir in Sebnitz vor allem unter leerstehenden Ladenflächen und Wohnungen leiden, findet man in Kauhava lediglich ein kleines Bistro, eine Kirche, das Jägermuseum und einen Einkaufsladen im Zentrum. Rückblickend können wir uns diesbezüglich glücklich schätzen, dass es uns in unserer großen Kreisstadt vergleichsweise gut geht. 
Das Ziel des Projektes war, eine für Jugendliche attraktive Veränderung des ländlichen Raumes zu erzielen. Unser Fazit:Wir wollen unsere Region voranbringen. Wir wollen unsere Erkenntnisse, vor allem im Bereich Digitalisierung, an unsere Schule weitertragen. Wir wollen mit Politikern ins Gespräch kommen. Wir wollen, dass unsere Ergebnisse gehört werden und wir die Situation durch Veränderungen zum Besseren wenden. Wir wollen den ländlichen Raum für Jugendliche verbessern. 
Doch was genau fordern wir? Unserer Meinung nach benötigt jeder ländliche Raum drei Grundvoraussetzungen, um für Jugendliche attraktiver zu werden. Diese sind folgende:a) mehr Events für Jugendliche, wie z.B. Konzerte, b) höhere Bildungsmöglichkeiten und außerschulische Aktivitäten, wie z.B. Bildungs- & Studienfahrten, c) bessere Verkehrsverbindungen, … und natürlich ganz viel Spaß!
Sehr freuen würden wir uns über ein erneutes Treffen mit den anderen Jugendlichen im Herbst 2022 bei uns in Deutschland. 
Wir alle hatten sehr viel Spaß das Projekt in diesem Ausmaß durchführen zu können und möchten in diesem Sinne unseren Gruppenleitern sowie Organisatoren danken, dass sie uns diese Chance der Weiterbildung ermöglichten.

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